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Foto eines Banners für die Nein Kampagne

 

Argumentarium

Argumentation des Referendumskomitees – Campingplatz

Die Stadt Winterthur will 10,1 Millionen Franken in einen Neubau des Campingplatzes am Schützenweiher und in die Verlegung der Zufahrt investieren. Damit stehen bewährte Strukturen, soziale Vielfalt und die Zugänglichkeit für breite Bevölkerungskreise akut auf dem Spiel.
 

Der Campingplatz ist in die Jahre gekommen. Dies hauptsächlich wegen fehlender Investitionen vonseiten der Stadt. Doch die Zustände sind längst nicht so dramatisch, wie von der Stadtverwaltung dargestellt. Durchs Band positive Bewertungen sowie Empfehlungen von Fachverbänden zeigen: der Platz funktioniert und wird geschätzt. Eine gezielte, kostengünstige Sanierung wäre möglich und ausreichend.
 

Mit dem TCS als neuem Betreiber drohen deutlich höhere Preise. Ein Vergleich mit anderen TCS-Campingplätzen zeigt, dass mit über 50% höhere Übernachtungskosten zu rechnen ist. Geplante Glamping Angebote mit Preisen bis 260 Franken pro Nacht richten sich nicht an Familien und Individualreisende, sondern an ein zahlungskräftiges Publikum. Zwischen Autobahn und Schiessstand entsteht dadurch kein attraktives Ferienidyll.
 

Rund 40 Personen, viele seit Jahrzehnten am Schützenweiher wohnhaft, sind direkt betroffen. Ihre Wohnsituation ist seit über 30 Jahren offiziell anerkannt. Sie konnten sich bisher mit diesem Wohnsitz bei der Stadt offiziell anmelden. Anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sollen sie in Zeiten angespannter Wohnungslage ohne Perspektive
weichen.

 

Wir fordern eine sanfte, kostengünstige Sanierung im Sinne der bisherigen Nutzung. Sozial, ökologisch und für alle zugänglich.

Darum sagen wir 2x Nein zum Neubau des Campingplatzes und zur Verlegung der Zufahrt.

Argumentation des Referendumskomitees – Verlegung der Zufahrt


Die Stadt Winterthur möchte im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt des Erholungsgebietes Rosenberg, auch die heutige Zufahrt zum Campingplatz und den Parkplätzen für 3,2 Millionen Franken verlegen. Als Begründung werden mögliche Rückstaus in die Hauptverkehrsachse sowie Sicherheitsbedenken genannt.

Nach unserer Kenntnis kam es in den vergangenen 20 Jahren jedoch zu keinem dokumentierten Rückstau in die Schaffhauserstrasse. Auch sind seit Bestehen von Camping und Restaurant keine dokumentierten Personenunfälle bekannt, die auf eine besondere Gefährdung an der heutigen Zufahrt hinweisen würden. Die heutige Erschliessung des Campings, Restaurant und Vereinen funktioniert zuverlässig, eine Verlegung ist nicht nötig.

Zudem wird argumentiert, dass die geplante Aufwertung des Weihers nur mit einer neuen Strassenführung möglich sei. Fachlich ist jedoch unbestritten, dass der Weiherumbau auch mit angepasster Planung realisiert werden kann. So könnte die Zufahrt weiterhin bis zum Camping geführt und erst dort aufgehoben werden. Die angrenzende Wiese liesse sich dennoch erweitern. Die Vereine wären weiterhin über den Pfadiheimweg erschlossen.

Eine Verlegung der Zufahrt verursacht zusätzliche Kosten, ohne dass ein ausgewiesener Mehrwert für Sicherheit oder Verkehrssituation entsteht. Wir setzen uns deshalb für eine pragmatische Lösung mit Augenmass ein – im Interesse der Bevölkerung und eines verantwortungsvollen Umgangs mit Öffentlichen Mitteln.

Darum sagen wir 2x Nein zur Verlegung der Zufahrt und Neubau des Campingplatzes.​​​​

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